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Pressefoto_Sebastian Schnoy Europa_hoch © Franca Wrage

Sebastian Schnoy: Hauptsache Europa! Jetzt erst recht!

  • Veranstalter: Majestic Theater Waltrop
  • Datum: 16.03.18
  • Startzeit: 19:00 Uhr
  • Einlass: 18:30 Uhr
  • Spieldauer: ca. 120 Minuten
  • 3 Preiskategorien: Reihe A - D 22,00€, Reihe E - J 19,00€, Reihe K - M 17,00€
  • Vorverkauf ab 01.11.2017
  • Tickets: online (siehe "Tickets"), im Majestic Theater Waltrop oder in Andy's Dance Academy, Isbruchstr. 2 in Waltrop

Informationen zur Veranstaltung

Sebastian Schnoy: „Hauptsache Europa! Jetzt erst recht!“
Kabarettist fordert Vereinigte Staaten von Europa zum Zusammenwachsen auf

Als in Großbritannien für den Austritt aus der EU getrommelt wurde, durften Übertreibungen nicht fehlen. Angeblich – so hörte man in jedem Pub – habe Brüssel 1980 probiert, in England den Rechtsverkehr einzuführen, übergangsweise nur für LKW. Nun ist es passiert: Großbritannien tritt aus, Schottland will wieder eintreten und über die grüne, irische Insel läuft bald eine EU-Außengrenze. „Das ist alles kaum vorstellbar“, sagt Sebastian Schnoy. In seinem Europa-Programm beleuchtet der Kabarettist unter anderem die Frage, ob es eine Verschwörung gibt. „Wenn man die Frisur von Boris Johnson mit der von Donald Trump vergleicht, kann eigentlich nur ein zu allem entschlossener Friseur dahinterstecken.“ Sebastian Schnoy knöpft sich die europäischen Länder vor und klärt, ob die Unterschiede doch zu groß sind – zwischen Polen, einem Land das schon mal von allen Nachbarn überfallen wurde, und Deutschland, das schon mal alle Nachbarn überfallen hat? Die Schweiz ist nicht nur da die Ausnahme und schaut gern zu, wenn sich andere streiten. Holland wird bald vom Meer verschluckt und in Frankreich löst sich der Staat auf. Kann man Grenzen schließen in der Hoffnung, dass das Leid dahinter bleibt? Klar, sagt der Stammtisch, hat bei der DDR doch auch vierzig Jahre geklappt. Jetzt braucht es leidenschaftliche Europäer, die den Laden noch retten. Sebastian Schnoy gehört dazu. Und sein Publikum hoffentlich auch. Aufklärung ist eine Kulturpflanze, die täglich neu gegossen werden muss. Hass und Dummheit dagegen wachsen wie von selbst. Schnoy fordert die Vereinigten Staaten von Europa zum Zusammenwachsen auf, weil die Reise zurück ins 20. Jahrhundert viel gefährlicher wäre. Oder wie der Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky heute wieder sagen würde: „Unterschätze nie die Macht dummer Leute, die einer Meinung sind.“